Der große Unterschied

Wisst Ihr, was der große Unterschied ist zwischen Bloggen und Podcasten? Blogs sind durchsuchbar. Blogs sind nämlich geschrieben, und daher sehr leicht von Google & Co. zu durchsuchen. Aussagen werden dadurch auffindbar und aufgreifbar. So richtig ist mir das erst in den vergangenen Wochen bewusst geworden. Immer wieder kam mir eine Idee, und ich wollte sie hier ins Blog tippen – und bin dann doch davor zurückgeschreckt. Weil das geschriebene Wort eben doch mehr Gewicht hat als das gesprochene. Das soll jetzt keinesfalls bedeuten, dass man deswegen weniger bloggen sollte – nur nach unzähligen Podcastfolgen war das Sprechen für mich der einfachere Weg. So sehr ich das Schreiben liebe, mein Kopf muss sich damit erst noch anfreunden, dass die Sachen dann hier stehen.

Was will ich eigentlich schreiben? So vieles. Zum Beispiel, dass ich eine neue Geschäftsidee habe, bei der es mal wieder mehr um den Spaß als um’s Geldverdienen geht – und dass es mich nach wie vor aufregt, dass man in Deutschland beim Geld verdienen keinen Spaß haben darf. Auch die „Arbeitsmoral“ regt mich wahnsinnig auf, dieses immer mehr arbeiten, Überstunden machen und so weiter, und das als Lebensstil bezeichnen. Bei Gelegenheit dann mehr dazu. Sehr im Magen liegt mehr auch ein Blogartikel, der sich gerade in meinem Kopf schreibt. Den Titel habe ich schon: Nie wieder Elterninitiative. Was ich in den letzten 4 Jahren in punkto Kinderbetreuung erlebt habe, passt auf keine Kuhhaut. Aber vielleicht hier ins Blog…

Daran merkt Ihr vielleicht, dass der Blog wohl eher Meinung sein wird, als es der Podcast war. Der Podcast war oft Geplauder, hier im Blog habe ich das Gefühl, mehr Inhalte liefern zu müssen. Mehr Meinung. Mehr Denkanstoß. Das wird nicht immer so sein, und Ihr wisst ja, dass ich auch gerne mal einfach nur so schriftlich quatsche – aber das ist, was derzeit hier so los ist.

Ach ja: Ein paar Gäste wird es auch geben. Derzeit entsteht eine neue Form der Podvela mit Jens-Uwe Krause. Mal sehen, wie das wird. Und weil viele von Euch fragen: Ja, den Kinderwahnsinn wird’s weiterhin geben, wir drehen so wie’s aussieht in 2 Wochen die ersten Videos. Und Slow German gibt’s brav alle 14 Tage.

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Warum nicht erstmal bloggen?

12.000 Aufrufe der Seite an dem Tag, an dem ich sagte, ich höre auf. 29 Kommentare, von ganz, ganz lieben Menschen – einige von Euch habe ich schon lange vermisst. Zwei Päckchen in der Packstation, über die ich mich sehr gefreut habe. Und dann das Schlimmste: Tausend Themenideen. Und die Erkenntnis: Ich kann das jetzt nirgends mehr loswerden! Facebook? Auf keinen Fall. Twitter? zu kurz. Podcast? Gibt’s nicht mehr. HILFE!

Heute, einige Tage nach dem Schock, die Erkenntnis: Ich hab da doch dieses Blog. Dieses „Schlaflos in München“. Da könnte ich ja hin und wieder was reinschreiben, oder? Geht schneller als sprechen. Wirklich. Und wenn Ihr Lust habt, hier mitzumachen, und hin und wieder in die Kommentare schreibt, dann können wir mal sehen, ob was daraus wird…

Zwei Dinge beschäftigen mich heute: Zum einen habe ich für einen Job begonnen, gute Frauenblogs zu suchen. Und ich war erstaunt, dass es keine gibt. Oder anders gesagt: Dass es sicher welche gibt, aber dass ich sie nicht finde. Die, die ich fand, setzen sich vor allem mit Kindererziehung, Kochen und Wohnungseinrichtung auseinander. Andere waren vom Aussehen her in den 90ern stehengeblieben. Wieder andere hatten einfach so gar keine Reichweite. Was läuft da falsch? Oder auch das wieder anders gesagt: Wieso verstecken sich Blogs so hervorragend im Internet? Falls Ihr also gute Frauenblogs (und auch Männerblogs) kennt: Ab in die Kommentarfunktion damit.

Das andere, was mich beschäftigt, ist ein Schundroman. Er heißt „The Life List“ (hier ist der Amazon-Link, der mich reich macht). In diesem Buch geht es um eine Frau, die ihre Mutter verliert. Die Mutter wiederum hat eine Liste aufgehoben, die die Tochter mit 14 geschrieben hatte. Darauf: Ihre Ziele für ihr Leben. Und die Frau Mama verlangt, dass Töchterchen diese Liste erst abhakt, bevor sie ihr Erbe bekommt. Auf der Liste stehen so Dinge wie „sich verlieben“, „Pferd kaufen“, „Hund anschaffen“ und so. Ich verschlinge das Buch gerade, weil es sich so schön einfach liest und natürlich kommen auch Männer drin vor und so – Ihr kennt das ja. Aber auf der anderen Seite überlege ich: Welche Dinge standen vor nunmehr 24 Jahren auf meiner Lebensliste – und habe ich sie abgehakt?

Gut, wahrscheinlich stand da „heirate Morten Harket“ und „lerne norwegisch“ und so… Aber dennoch: Bleiben wir unseren Zielen treu? Oder verraten wir manche von ihnen aus Bequemlichkeit? Im Buch wird der Satz von Eleanor Roosevelt erwähnt: Mache jeden Tag etwas, vor dem Du Angst hast. Ein sehr schlauer Satz. Denn wie schön ist es, den einfachen Weg im Leben zu gehen? Ohne Hindernisse? Im Jogginganzug daheim sitzen zu bleiben anstatt das Risiko einzugehen, sich zu blamieren oder einen Fehler zu machen? Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, den Weg der Angst zu gehen. Nicht jeden Tag, aber wenn sich die Gelegenheit bietet. Denn das sind die Momente, an die ich später zurückdenken werde.

So, das klingt jetzt zu heroisch. Also muss ich fairerweise hinterherschieben: Ich drücke mich noch ganz schön oft vor Dingen, die mir Angst machen. Aber vielleicht sollten wir alle eine neue „Life List“ schreiben – und sehen, wie schnell wir sie abhaken können… Was stünde auf Eurer drauf?

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SiM #673 – Over and Out.

Ihr habt es wahrscheinlich schon geahnt: Irgendwann will die olle Annik nicht mehr. Die Annik wäre nach ziemlich genau 10 Jahren gerne wieder nur die Larissa. Ohne Doppel-Identität. Und weil gerade Zeit für Frühjahrsputz ist, ist jetzt Schluss mit SiM. Wenn’s auch nicht leicht fällt. Ich werde Euch vermissen! Aber irgendwie fühlt Ihr Euch anonymer an als damals…

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