Geld verdienen mit Blogs & Podcasts

Da ich langsam selber den Überblick verliere, hier mal eine Zusammenstellung der Möglichkeiten die ich nutze, um mit diesem und anderen Blogs und Podcasts Geld zu verdienen. Ein Hinweis vorweg: Natürlich versteuere ich diese Gewinne. Ich bin dabei aber in eine Falle getappt, denn diese Affiliate-Geschichten sind nicht ohne. Zum einen müsst Ihr darauf achten, wo die Firmen ihren Sitz haben. Bei Amazon ist das beispielsweise Luxemburg und nicht Deutschland. Das spielt eine Rolle bei der Abrechnung von Umsatzsteuer. Zum anderen müsst Ihr Euch sofern Ihr Freiberufler seid wie ich als “Unternehmer” eintragen und Eure Umsatzsteuer-ID angeben, damit Euch die Umsatzsteuer ausgewiesen wird. Wenn nicht, bekommt Ihr die Nettobeträge als Bruttobeträge und müsst dann selber noch Steuern abführen…

1. Affiliates: Finde ich persönlich super. So verlinke ich Produkte, die ich sowieso inhaltlich im Podcast empfehlen will, und durch die Verlinkung zu einem Händler bekomme ich ca. 5%. Ich benutze dabei folgendes:

Amazon PartnerNet: Für mich nach wie vor der beste Dienst, denn ich stelle nunmal oft Bücher, Musik oder DVDs vor. Diese kann ich dann mit Amazon verlinken, und zwar auf unterschiedliche Weise. Bei 99podcasts habe ich zwei Amazon-Banner eingebunden, die alle paar Wochen sich mal von alleine ändern – praktisch und unkompliziert. Bei SiM hier habe ich rechts diesen hellblauen Kasten mit meinen persönlichen Empfehlungen, das ist ein Widget. Finde ich schön und hilfreich. Und dann kann ich natürlich noch einzelne Produkte im Blog verlinken oder bei Facebook. Wer Mitglied ist im Partnernet sieht sobald er auf die Amazon-Seite surft oben eine graue Zeile, die es ihm vereinfacht, Produkte direkt zu verlinken oder sogar zu twittern. Super!

Tradedoubler: Über Tradedoubler läuft bei mir nur iTunes. Dazu benutze ich den iTunes LinkMaker, ich muss also zum Glück nicht auf die schreckliche Oberfläche von Tradedoubler. Die finde ich grottig, da braucht man mindestens vier Magisterstudiengänge, um die zu durchschauen!

Affilinet: Viel leichter zu durchschauen als Tradedoubler und damit bei mir auch beliebter ist Affilinet. Ich hab verschiedene Produkte ausprobiert, bin aber bei Affilinet eigentlich nur wegen der Einbindung von Audible. Wenn ich also Hörbücher verlinken möchte, dann mache ich das über Affilinet.

2. Linkverkauf: Ich weiß, Google sieht das angeblich nicht gern und stuft dann im Pagerank anders ein, aber meine Meinung dazu ist diese hier: Ich finde den Linkverkauf insofern gut, als dass er nicht weiter stört (man kann ihn irgendwo weiter unten auf der Seite platzieren), und die User müssen nicht draufklicken oder die Werbung beachten. Die Links sind eben nur da, und dafür bekommt man Geld. Wen stört’s? Der Einbau funktioniert meist ähnlich: Ich gebe meine Daten ein, bekomme dann einen Code den ich in mein Blog einfügen muss an einer bestimmten Stelle, und dort tauchen dann immer aktuell Links auf, die verkauft wurden. Ich muss also nichts weiter machen. Ich nutze folgende Anbieter:

Text-Links-Ads: Amerikanische Seite die recht altmodisch aussieht, aber funktioniert. Zahlen sehr gut, wie ich finde.

LinkLift: Schön gemachte deutsche Seite mit sehr transparenter Abrechnung und guter Übersicht. Haben bei mir allerdings ohne Begründung irgendwann den Preis halbiert und wollen die Begründung nur telefonisch mitteilen, nicht per Mail oder anderweitig. Finde ich seltsam. Zahlen am wenigsten, was meine Seite angeht (7 Euro pro Monat und Link!).

Teliad: Habe ich erst recht spät entdeckt, aber besser spät als nie. Teliad zahlt bei mir super (35 Euro pro Monat und Link!), ich hoffe, das bleibt so!

3. Host-Endorsement: Finde ich eigentlich die beste Methode, aber sie wird in Deutschland nicht häufig angeboten. Dabei präsentiert der Podcaster ein Produkt, das er selber toll findet (sonst funktioniert es nicht, man muss glaubwürdig und authentisch bleiben), und wenn die Zuhörer oder Zuschauer dieses Produkt dann kaufen oder testen, bekommt der Podcaster eine Provision. In USA macht das beispielsweise “GoDaddy” sehr extensiv. Ich habe einen einzigen Host-Endorser: Wer bei Lovefilm den Gutscheincode SIM eingibt, der bekommt 4 Wochen statt nur 2 Wochen als Test seine Leih-DVDs.

4. Verwertungsgesellschaften: Ich bin als freie Journalistin bei der VG Wort gemeldet. Bei langen Internettexten (wie diesem hier) füge ich ganz am Anfang eine so genannte Zählmarke ein – ein winziges Bild, das bei der VG Wort auf dem Server liegt. Die können dann messen, wie oft der Artikel abgerufen wurde. Am Ende des Jahres bekomme ich (wenn die Mindestabrufzahl erreicht wurde), einen Scheck.

So, ich glaube das waren die wichtigsten Einnahmequellen. Wie macht Ihr das mit dem schöden Geld? Schreibt einen Kommentar! Aber bitte keine Moral-Diskussion darüber, ob Blogger Geld verdienen “dürfen” oder nicht…

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3 Reaktionen zu “Geld verdienen mit Blogs & Podcasts”

  1. 1 seebaerkiel

    Schöne Übersicht und bei einigen Sachen auch ne nette Idee…
    Vielleicht sollten wir diesen Weg zusätzlich beschreiten, um einiges mal quer zu finanzieren. Normalerweise werden wir ja beauftragt bevor wir was tun :)

  2. 2 Thomas

    Falls ich Geld habe dann versuche ich es möglich gut, in verschiedene Anlageformen (Aktien, Fonds, Rentenversicherung, Immobilien [z. B. über ein Fond], Anleihen und ca. 5% Edelmetalle) anzulegen. Das minimiert das Risiko, falls es mit einer Anlageform Probleme gibt.

  3. 3 Sebastian

    Thomas: Was haben Anlageformen mit Anniks Thema zu tun? Ich sehe den Zusammenhang gerade nicht.

    Thema: Ich kannte nur Tradedoubler und Amazon sowie Google AdSense. Klasse, dass man da dann doch einiges an Geld herausholen kann. Die Aktion mit eOn damals fand ich gut. Sowas sollte es oefter geben. Gerade bei den Top-20-Podcasts in Deutschland. Oder eben Host-Endorsement.

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