Archiv der Kategorie "Allgemein"

SiM wird heute 8 Jahre alt!

Ihr Lieben – mein Podcast-Baby wird heute acht Jahre alt. Und ich denke gern an diesen Tag vor acht Jahren zurück, als sich alles so neu, so aufregend, so frisch angefühlt hat. Immer im März stellt sich für mich die Frage, wie es weitergehen soll. Vor zwei Tagen hatte ich kurzfristig beschlossen, “Schlaflos in München” einzustellen. Zu löschen. Weg und gut. Der Gedanke fühlte sich auch wieder aufregend an – aber nur kurz. Danach machte er mir Angst. In mir schlummert der Aberglaube, dass mein ganzes Leben wie ein Kartenhaus einstürzt, wenn ich den Podcast-Stecker ziehe. Denn alles, was ich heute mache, basiert auf diesem einen Podcast. Sogar meine Beziehung und meinen Sohn gäbe es nicht ohne diesen Podcast… Aber das ist eine andere Geschichte. Sterben lassen kann und will ich ihn also (noch) nicht. Aber anders werden sollte es trotzdem. Und deswegen wird aus dem Podcast eher ein Blog.

Das hat vor allem zwei Gründe. Zum einen habe ich einen zweijährigen Sohn, und ich rede mir jeden Tag den Mund fusslig – da hab ich irgendwie wenig Lust, im Podcast auch zu reden. Zum anderen habe ich alte Geschichten gefunden, die ich mit 16-20 geschrieben habe. Und die haben in mir die Lust geweckt, wieder mehr zu schreiben. Also werde ich wieder mehr schreiben, und hin und wieder natürlich auch wieder eine Podcast-Episode machen, wenn es sich anbietet oder ich gerade Lust habe.

Auf meiner To-Do-Liste steht jetzt ganz oben, dass diese Seite endlich abonnierbar werden muss – irgendwie gibt es keinen funktionierenden RSS-Feed. Wenn Ihr eine Idee habt, wie das schnell und einfach geht, bitte her damit. Das Blog basiert auf WordPress.

Jetzt danke ich Euch erst einmal für Eure Treue, Eure Ideen und Eure netten Mails – es geht weiter, und ich hoffe Ihr bleibt dabei.

Eure Annik

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Steve Jobs? Ruhe bitte!

Ich bin gerade geschockt. Wegen Steve Jobs. Nein, nicht weil er tot ist. Sondern weil ich die zahllosen Nachrufe auf Twitter, Facebook und in Blogs lese. Und weil er da so wahnsinnig verherrlicht wird. Gut, man spricht nicht schlecht über die Toten. Und natürlich finde ich es auch schade, dass er tot ist. Weil er früher starb, als er hätte sterben müssen. Das fänd’ ich bei fast jedem Menschen schade. Aber Leute, muss man ihn gleich so “in den Himmel loben” (no pun intended)? Steve Jobs war mit Sicherheit ein guter Geschäftsmann, sonst wäre er nicht da gelandet, wo er war. Aber er war kein guter Mensch. Kein Mensch, dem man nacheifern sollte. Er hat Ideen als seine eigenen ausgegeben, die nicht seine waren. Er war ein Egomane und Choleriker, der eine furchtbare Atmosphäre am Arbeitsplatz geschaffen hat. Klar, wer Angst verbreitet, bekommt Ergebnisse. Aber ich finde das nicht anbetungswürdig. Und, was ich am schlimmsten finde: Er hat seine eigene Tochter lange Jahre verleugnet, trotz Vaterschaftstest, und keinen Unterhalt gezahlt, sondern sie von Sozialhilfe leben lassen. Das ist kein Klatsch, das ging sogar vor Gericht. Guru Steve? Nein.

Ich weiß, Ihr Apple-Fanboys und -girls da draußen wollt jetzt Kommentare schreiben. Aber ich will hier keine Diskussion. Heute nicht. Ich selber habe hier iMac, iPod, iPhone und sonstige i-Dinger liegen und mag die Produkte der Firma Apple seit vielen Jahren (seit dem Shell-iBook). Ich verstehe nur nicht diese Emotionalisierung der Produkte und des selbsternannten Schöpfers. Als ich vorhin ähnliches bei Twitter gepostet habe kam gleich: Kein Mensch ist perfekt. Nein, natürlich nicht. Aber gerade wenn man Macht und Geld hat(te) – so wie Steve – dann könnte man diese Möglichkeit nutzen, um Gutes zu tun. Gibt es eine Steve-Jobs-Stiftung, die sich um junge Programmier-Talente in Entwicklungsländern bemüht oder ähnliches? Nicht dass ich wüsste.

Nein, ich bin kein Steve-Jobs-Biograf. Ich kannte ihn nicht persönlich. Ich kenne nicht jeden Winkel seiner Persönlichkeit. Vielleicht war er tief drinnen der Gute, der Unverstandene. Ich habe Bücher über ihn gelesen und gehört, und ich habe einen guten Film gesehen, der die Entstehungsgeschichte von Apple zeigte. Das ist alles. Natürlich dürft Ihr erschrocken sein über Jobs’ Tod. Seht seine Erfolge – aber seht auch, dass er vieles hätte besser machen können.

Wenn er der einzige Visionär der Firma Apple war, dann würde diese ab heute den Bach runtergehen. Das mag ich nicht so recht glauben… Also: RIP Steve Jobs. Mein iGod bist Du nicht.

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Kabelbox gebastelt

Letztens war mal wieder Bastelstunde. Ich habe nämlich satt, immer so viele Netzteile rumliegen zu haben und nie das richtige griffbereit. Also habe ich einen Pappkarton genommen, eine Mehrfachsteckdose reingedrückt, alle Netzteile eingesteckt und nur die Stecker rausschauen lassen. Deckel druff, fertig. Nicht besonders hübsch (weil Schuhkarton), aber praktisch und aufgeräumt.

Ein paar Wochen später hab ich dann das hier von meinem Liebsten geschenkt bekommen. Auch gut!


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