Archiv der Kategorie "Buchtipp"

Das WordPress-Buch!

"Das WordPress Buch" von Mo SauerIch habe Euch ja schon gesagt, dass ich ein Buch schreibe. Geschrieben habe (gestern abgegeben). Jedenfalls habe ich mir im Zuge dessen die Reihe genauer angesehen, in der das Buch erscheinen soll. Und habe mir 3 Bücher vom Verlag schicken lassen – und eines selber gekauft. Das selber gekaufte ist das gerade erst erschienene WordPress-Buch von Moritz “mo” Sauer.

Ich arbeite seit Jahren mit WordPress, habe derzeit fast ein Dutzend verschiedene WordPress-Installationen laufen und habe mich durch mühsames Learning by Doing durchgekämpft. Über die Jahre wurde das System immer mehr vereinfacht, und heute kann es wirklich jeder Depp bedienen. Sorry. Ist aber so. Es gibt ja WordPress auch vorinstalliert bei Anbietern wie Strato und so weiter.

Das Tolle an dem System ist ja, dass es völlig frei konfigurierbar ist. Ich kann also sowohl das Aussehen als auch die Funktionalität genau so einrichten, wie ich es gerne hätte. Und wie ich es mit meinen Kenntnissen hinbekomme.

Das Meiste geht mittlerweile auch ohne HTML-Kenntnisse, auch wenn die nie schaden können. Jetzt aber zum Buch: Ich finde es für Anfänger perfekt. Auf der linken Seite ist immer ein Screenshot abgebildet mit den einzelnen Schritten, auf der rechten wird erklärt, wie man zum Beispiel ein Foto einbaut oder Kategorien anlegt. Schritt für Schritt. Auch sehr gut (im Sinne von leicht verständlich) geschrieben. Alle wichtigen Punkte werden angesprochen, und das Buch ist so aufgebaut, dass es auch ein gutes Nachschlagewerk ist – also kann ich gezielt die Punkte anlesen, die mir gerade Probleme bereiten.

Für mich als langjährigen WordPress-Benutzer hat es wenig Neues gebracht – ich habe mir 5 Seiten markiert, 4 davon mit Plugin-Vorstellungen (die ich dann aber entweder doch schon kannte oder nicht brauche) und eine mit dem Hinweis, dass ich für verschiedene Seiten verschiedene Templates nutzen kann. Wusste ich nicht. Brauche ich aber leider derzeit auch nicht.

Also Fazit: Für Anfänger das perfekte WordPress-Buch. Bravo, “mo”.

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Für immer Juli!

Foto: ZeegaroEs ist so eine Sache, wenn Bekannte Bücher schreiben. Erst ist da so ein komischer Stolz: Ha, den kenn ich, der da auf dem Einband steht. Dann kommt natürlich der Neid dazu: Ich hätte auch gern ein Buch geschrieben, und DER hat jetzt eins. Pah. Und als Drittes kommt die Neugier. Die Neugier auf das Buch an sich. Also beginnt man zu lesen. Und während des Lesens kann man nicht anders als sich ständig zu fragen: Was davon ist fiktiv, was nicht? Man sieht Parallelen, vielleicht auch dort wo gar keine sind.
Warum ich das jetzt erzähle? Weil Bernhard Blöchl ein Buch geschrieben hat. Einen Roman. Bernhard war mal mein Kollege, wir sind der gleiche Jahrgang (1976, yeah!) und ich fand ihn immer nett. Ich glaube, das darf ich jetzt sagen, ich glaube, Bernhard gehört zu den Männern, die “nett” nicht als Schimpfwort sehen. Oder? Nun gut. Viel weiß ich nicht über ihn. Seine Frau kenne ich ein wenig besser. Und seine Katze. Aber das tut nichts zur Sache…
coverBernhard hat also das Buch “Für immer Juli” geschrieben, und ich habe es dieses Wochenende zu Ende gelesen. Es geht um einen Mann namens Julian, kurz Juli. Dieser Juli ist ein Softie. Ein Frauenversteher, Warmduscher – wie man es auch immer nennen möchte. Und als Juli von seiner Emma für einen Macho verlassen wird, beschließt er, jetzt auch zum Arschloch zu mutieren. Weil wir Frauen das doch wollen. Was noch? Ach ja: Juli ist Journalist, arbeitet bei einer Musikzeitschrift. Daher einige Song-Anleihen, erinnert ein wenig an High Fidelity.
Mein Fazit? Ich habe es gerne gelesen. Ich habe mich am Anfang etwas schwer getan, reinzukommen. Weil ich es überladen fand, stilistisch. Vor allem die Figur “Slash”, der beste Kumpel von Juli, hat mir nicht gefallen. Zu künstlich, zu “geschrieben”. Sorry, Bernhard. Aber der verschwindet ja dann zum Glück – und schon fand ich es wunderbar.
Allerdings hat sich mir immer mehr der Eindruck aufgedrängt, dass ich nicht die Zielgruppe bin. Es ist ein Männerroman. Oder? Denn ich habe plötzlich gemerkt, dass ich mich mit der Figur Nadeschda (mehr verrate ich jetzt nicht) verbünde und gar nicht okay finde, wie mit ihr umgegangen wird. Ich habe mich innerlich entrüstet, dass die “Arschlochnummer” dann wirklich bei uns Frauen funktionieren soll. Das Ende der Geschichte – das ich hier natürlich nicht verrate – hat mich wieder versöhnt. Einigermaßen. Was bleibt ist ein schöner Nachgeschmack. Ich bereue nichts. Ich habe es gern gelesen. Und ich wünsche mir, dass Ihr es auch lest und Bernhard in die Bestsellerlisten katapultiert – da gehört er mehr hin als ein Tommy Jaud. Und dann treffen wir uns hier wieder und diskutieren hier über das Buch und über das Frauenbild und das Männerbild und überhaupt. Einverstanden? Es bleibt ein: Bravo, Bernhard.

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SiM #595 – Nicht lustig. Aber eigentlich doch.

Ich hab mich sehr amüsiert über das Buch “Nicht lustig – das dicke Cartoonbuch” von Joscha Sauer. Das sind kleine Einbild-Comics, mal über Lemminge, mal über Dinosaurier, mal über den Sensenmann oder den Yeti, und einige davon sind richtig schön böse.

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