Warum nicht erstmal bloggen?

schlaflos Lần cập nhật cuối: 31 Tháng Bảy, 2022

12.000 Aufrufe der Seite an dem Tag, an dem ich sagte, ich höre auf. 29 Kommentare, von ganz, ganz lieben Menschen – einige von Euch habe ich schon lange vermisst. Zwei Päckchen in der Packstation, über die ich mich sehr gefreut habe. Und dann das Schlimmste: Tausend Themenideen. Und die Erkenntnis: Ich kann das jetzt nirgends mehr loswerden! Facebook? Auf keinen Fall. Twitter? zu kurz. Podcast? Gibt’s nicht mehr. HILFE!

Heute, einige Tage nach dem Schock, die Erkenntnis: Ich hab da doch dieses Blog. Dieses „Schlaflos in München“. Da könnte ich ja hin und wieder was reinschreiben, oder? Geht schneller als sprechen. Wirklich. Und wenn Ihr Lust habt, hier mitzumachen, und hin und wieder in die Kommentare schreibt, dann können wir mal sehen, ob was daraus wird…

Zwei Dinge beschäftigen mich heute: Zum einen habe ich für einen Job begonnen, gute Frauenblogs zu suchen. Und ich war erstaunt, dass es keine gibt. Oder anders gesagt: Dass es sicher welche gibt, aber dass ich sie nicht finde. Die, die ich fand, setzen sich vor allem mit Kindererziehung, Kochen und Wohnungseinrichtung auseinander. Andere waren vom Aussehen her in den 90ern stehengeblieben. Wieder andere hatten einfach so gar keine Reichweite. Was läuft da falsch? Oder auch das wieder anders gesagt: Wieso verstecken sich Blogs so hervorragend im Internet? Falls Ihr also gute Frauenblogs (und auch Männerblogs) kennt: Ab in die Kommentarfunktion damit.

Das andere, was mich beschäftigt, ist ein Schundroman. Er heißt „The Life List“ (hier ist der Amazon-Link, der mich reich macht). In diesem Buch geht es um eine Frau, die ihre Mutter verliert. Die Mutter wiederum hat eine Liste aufgehoben, die die Tochter mit 14 geschrieben hatte. Darauf: Ihre Ziele für ihr Leben. Und die Frau Mama verlangt, dass Töchterchen diese Liste erst abhakt, bevor sie ihr Erbe bekommt. Auf der Liste stehen so Dinge wie „sich verlieben“, „Pferd kaufen“, „Hund anschaffen“ und so. Ich verschlinge das Buch gerade, weil es sich so schön einfach liest und natürlich kommen auch Männer drin vor und so – Ihr kennt das ja. Aber auf der anderen Seite überlege ich: Welche Dinge standen vor nunmehr 24 Jahren auf meiner Lebensliste – und habe ich sie abgehakt?

Gut, wahrscheinlich stand da „heirate Morten Harket“ und „lerne norwegisch“ und so… Aber dennoch: Bleiben wir unseren Zielen treu? Oder verraten wir manche von ihnen aus Bequemlichkeit? Im Buch wird der Satz von Eleanor Roosevelt erwähnt: Mache jeden Tag etwas, vor dem Du Angst hast. Ein sehr schlauer Satz. Denn wie schön ist es, den einfachen Weg im Leben zu gehen? Ohne Hindernisse? Im Jogginganzug daheim sitzen zu bleiben anstatt das Risiko einzugehen, sich zu blamieren oder einen Fehler zu machen? Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, den Weg der Angst zu gehen. Nicht jeden Tag, aber wenn sich die Gelegenheit bietet. Denn das sind die Momente, an die ich später zurückdenken werde.

So, das klingt jetzt zu heroisch. Also muss ich fairerweise hinterherschieben: Ich drücke mich noch ganz schön oft vor Dingen, die mir Angst machen. Aber vielleicht sollten wir alle eine neue „Life List“ schreiben – und sehen, wie schnell wir sie abhaken können… Was stünde auf Eurer drauf?

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